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2020-06-25

2020-03-27

3 Tipps für erfolgreiches Employer Training

Die Schulung talentierter Mitarbeiter ist von grundlegender Bedeutung für den Geschäftserfolg. Was lange nach bekannten Regeln verlief, scheint in Zeiten der Digitalisierung obsolet. Mit diesen drei Tipps entdecken Recruiter die verstecken IT-Talente in ihren eigenen Reihen.

"Die Mitarbeiter sind flexibler einsetzbar, reagieren positiver auf Change Prozesse und verfügen über ein umfangreiches Kompetenzspektrum."

Die Schulung talentierter Mitarbeiter ist von grundlegender Bedeutung für den Geschäftserfolg. Was lange nach bekannten Regeln verlief, scheint in Zeiten der Digitalisierung obsolet. Mit diesen drei Tipps entdecken Recruiter die verstecken IT-Talente in ihren eigenen Reihen.

Immer häufiger findet sich in den Stellenanzeigen unter der Rubrik “Wir bieten” der Stichpunkt “regelmäßige Weiterbildungen”. Was sagt das über das heutige Recruiting aus? Erstens: Die kontinuierliche Schulung der eigenen Mitarbeiter scheint nicht so selbstverständlich zu sein, wie beispielsweise ein Bürostuhl oder das Office-WC. Letztere tauchen ja auch nicht in den Stellenausschreibungen auf. Und zweitens: Mit einem fundierten Weiterbildungsprogramm lassen sich sowohl Mitarbeiter als auch stark umworbene IT-Fachkräfte gewinnen. Das stellen wir immer wieder bei Kunden fest, die eine regelmäßige fachliche Weiterentwicklung als unternehmerischen Wert ansehen. Erfolgreich sind besonders die Firmen, die noch einen Schritt weitergehen und dies zu einem Bestandteil ihrer Firmenkultur und Markenkommunikation machen. Damit wird Employer Training zu einem Aushängeschild für das Unternehmen.  

Doch ein Selbstläufer ist das nicht. Deshalb haben wir die wichtigsten drei Tipps für Recruiter erstellt, damit ihr Employer Training erfolgreich wird.

Förderung und Forderung  

Noch ist das Potenzial, welches eine Mitarbeiterqualifizierung bietet, der Masse der Arbeitgeber nicht bekannt. Stattdessen werben sich die Unternehmen lieber gegenseitig die sogenannten "Fachkräfte" meistbietend ab. Denn IT-Talente mit Begeisterung zum Querdenken sind gefragter denn je. Dabei ist die Lösung so simpel – und schlummert in den eigenen Reihen! Denn dort stecken mehr Qualifikation und Fachwissen als viele HR'ler glauben. Und das gilt es zu beheben, denn nicht nur das Know-how der Unternehmensführung, sondern die gesamte Belegschaft ist für den Erfolg entscheidend.

Dies hat sogar der Gesetzgeber erkannt. Das 2019 in Kraft getretene Qualifizierungschancengesetz stattet die Bundesagentur für Arbeit (BA) mit deutlich mehr Budget zur Förderung beruflicher Weiterbildung aus. Die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter können Unternehmen seither mit höheren finanziellen Anteilen bezuschussen. Diese Maßnahme folgt dem Ziel, dass nach dem Abschluss nicht Schluss mit der Bildung ist, sondern Mitarbeiter permanent weiterentwickelt werden. Stichwort: Lebenslanges Lernen. Denn dies nutzt am Ende gleich mehreren Beteiligten: Den Arbeitgebern, den Arbeitnehmern und der Gesellschaft, da qualifizierte Fachkräfte die Wirtschaft ankurbeln.

AW Academy Tipps für eine erfolgreiche Weiterbildung:

1. Den richtigen Partner finden

Maßgeblich für den Erfolg ist es, nicht nur das Unternehmensziel, sondern auch den individuellen Mitarbeiter zu betrachten. Dabei sind einige Fragen hilfreich: Welche Vorkenntnisse können eingebracht werden? Wie ist eine Weiterbildung zeitlich und räumlich möglich? Wo liegen die Stärken und blinde Flecken? Wer also auf Standardangebote mit festen Preisen und Inhalten setzt, der spart meist nur auf den ersten Blick. Denn die versteckten Kosten folgen danach.  

Doch wie finden HR'ler in der Masse der Angebote den richtigen Partner? Ein kompetenter Experte arbeitet eng mit der Personalabteilung und dem Mitarbeiter zusammen. Gemeinsam wird beispielsweise ein individueller Lehrplan erarbeitet, der den Bedürfnissen und Anforderungen des Mitarbeiters genauso entspricht wie dem Unternehmensziel. Zudem werden Kennzahlen und Milestones zur Erfolgskontrolle festgelegt. Die Basis eines vertrauensvollen Angebotes sind demnach die Bedarfsanalyse, ein individueller Lehrplan mit aktuellen Lehrmethoden und die entsprechenden Erfolgskennzahlen.  

HR-Manager sollten sich jedoch während der Weiterbildung bewusst sein, dass dies für die Mitarbeiter ein sensibler und emotionaler Prozess ist. Dieser Verantwortung sind wir uns bei AW Academy bewusst. Ein offener Umgang und gegenseitiges Vertrauen sind uns bei der Zusammenarbeit mit unseren Kunden besonders wichtig. Aus diesem Grund begleitet ein fester Ansprechpartner von Academic Work jedes Unternehmen und jeden Mitarbeiter persönlich – und das während des gesamten Prozesses! Damit stellen wir sicher, dass wir für jeden Wunsch auch schnell die passende Hilfestellung erarbeiten.

2. Bildungsform und -inhalt mit neuer Aufgabe verbinden

Das Employer Training ist im Vergleich zu anderen Formen der Weiterentwicklung, wie dem Coaching, umfangreicher. Die Bedarfsanalyse im Unternehmen ist dabei nur der Anfang. Es folgen die Auswahl der geeigneten Form, sowie die Bildungsinhalte. Generell wird dabei in interne und externe, sowie in arbeitsbegleitende und -unterbrechende Schulungen unterschieden. Job Rotation, Job Enlargement, Video-Trainings oder auch „Trainings on the job“ gehören der ersten Kategorie an. Hierzu zählen beispielsweise auch die neuen Lernformate wie Blended Learning, eLearning und Gamification.  

Externe Weiterbildungen sind ganzheitlicher und umfangreicher, da diese in der Regel in die Ausübung eines neuen Jobs oder einer komplett neuen Aufgabe münden. Die häufigsten Formen sind Kurse, Seminare oder Aufbaustudiengänge wie sie von Akademien, Universitäten oder Instituten angeboten werden. Die Auswahl fällt nicht leicht, denn auch das Angebot ist vielfältig. Entscheiden sind dabei die Ziele und Inhalte der Weiterbildung. Auch hier zählt der Expertenstatus. Je spezialisierter ein Anbieter in einer Branche ist, umso erfolgversprechender ist die Maßnahme. Gerade bei aktuellen und sich ständig entwickelnden IT-Themen im Bereich der Digitalisierung, Softwareentwicklung oder Automatisierung ist das fundierte Know-how der Trainer essenziell. Deshalb empfehlen wir Recruitern, einen Blick hinter die Kulissen der einzelnen Anbieter zu werfen und die Erfahrung der Trainer, die Lernformate sowie den Theorie-Praxis-Anteil der Lerninhalte genau zu begutachten. Schnell verringert sich dann die vermeintlich große Auswahl der Schulungsanbieter – gerade, wenn es um die IT-Branche geht.  

Damit im Anschluss auch die gelernten Theorien aus der Schulung direkt im Unternehmen umgesetzt werden können, müssen die Inhalte maßgeschneidert auf die neuen Aufgaben angepasst sein. Alle Lernziele und Wünsche sollten demnach mit dem Trainingsanbieter – und dem Mitarbeiter – detailliert im Vorfeld besprochen werden. Je nach Thema arbeiten viele Anbieter auch mit einem Mix aus verschiedenen Lernformen. Das stellt sicher, dass die erlernten Techniken, Verhaltensweisen und Methoden effektiv vermittelt werden und die Bedürfnisse der Teilnehmer einbezogen werden.

Wir bei AW Academy gehen sogar noch einen Schritt weiter und bieten spezifische Academy Klassen an. In diesen Klassen bilden wir Teilnehmer aus, die nach dem Training nahtlos in einer Fachabteilung eines Unternehmens zum Einsatz kommen können. Das hat den Vorteil, dass Inhalte passgenau vermittelt werden und neue Kollegen bereits vor Arbeitsbeginn zu einem eingeschworenen Team werden. Lange Einarbeitungszeiten entfallen.

3. Integration in die Unternehmenskultur & Kommunikation

Besonders nachhaltig ist ein ganzheitlicher Ansatz, der den Bildungsprozess in die Unternehmenskultur integriert. Wichtig sind dabei regelmäßige Gespräche zwischen allen beteiligten Personen in jeder Prozessphase. Idealerweise sind das nicht nur Vor- und Nachbereitungsrunden, sondern kontinuierliche Gespräche zwischen HR-Mitarbeiter und Fachabteilungen. So erlangen die Recruiter ebenfalls neue Erkenntnisse, die wiederum in die Optimierung des Tagesgeschäfts einfließen können und nachhaltig zu den gewünschten Veränderungsprozessen führen.

Auch ein individuelles, begleitendes Coaching während der ersten Wochen am neuen Arbeitsplatz erleichtert die Anwendung der gelernten Inhalte und unterstützen den Erfolg der Weiterbildungsmaßnahme. Das kann durch einen internen Mentor umgesetzt werden. Je mehr der Mitarbeiter dabei im Fokus steht, umso größer ist nicht nur der Erfolg der Weiterbildung, sondern es steigen auch die Loyalität zum Unternehmen sowie die Motivation. Das spricht sich schnell in den eigenen Reihen herum und so wird am Ende vielleicht sogar der Trainierte zum Trainer.

Positive Effekte erzielen

Wer sich an diesen drei Grundlagen zur Weiterbildung orientiert, der profitiert – und zwar gleich in mehrerlei Hinsicht. Neben Wettbewerbsvorteilen bei Neueinstellungen (Stichpunkt: Stellenausschreibung), steigen die Mitarbeitermotivation und -bindung. Auch die Anpassungsfähigkeit an neue digitale Technologien und Arbeitsweisen wird gefördert. Die Mitarbeiter sind flexibler einsetzbar, reagieren positiver auf Change Prozesse und verfügen über ein umfangreiches Kompetenzspektrum. All das sind Fähigkeiten und Fertigkeiten, die im digitalen Zeitalter und den damit einhergehenden vielfältigen Veränderungen in Branchen, Betrieben und Berufen unabdingbar sind. Stillstand in punkto Weiterentwicklung ist heute für niemanden auf Dauer mehr möglich!

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