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2019-12-12

2019-12-06

Lösungsorientiertes Denken – statt auswendig lernen

Was macht einen guten Trainer aus? Für Alexander Hoffmann, unseren Java Head Teacher bei AW Academy, ist es ganz klar Empathie. Warum gerade bei fachlich komplexen Themen wie dem Programmieren Soft Skills zählen, erklärt er im Interview.

„Wir sind mitten in der digitalen Transformation. Um diese erfolgreich zu meistern, werden die Unternehmen mehr IT-Fachkräfte benötigen. Deswegen ist es mir ein Anliegen, Menschen für die bunte Welt der IT zu begeistern und so einfach wie möglich technologische Zusammenhänge zu vermitteln.“

Was macht einen guten Trainer aus? Für Alexander Hoffmann, unseren Java Head Teacher bei AW Academy, ist es ganz klar Empathie. Warum gerade bei fachlich komplexen Themen wie dem Programmieren Soft Skills zählen, erklärt er im Interview.

Welche Kurse unterrichtest du?

Gerade stecke ich gemeinsam mit super motivierten Teilnehmern mitten in einer Java Klasse, die ich in München gebe. Unser Fokus liegt dabei auf modernen Web-Technologien. Und ich bin mal wieder begeistert, mit welcher Neugierde und Aufgeschlossenheit das Team sich die Inhalte erarbeitet. Und aus meiner Erfahrung ist genau das der Schlüssel zum Erfolg.

Das Vorwissen ist also nicht so entscheidend, wie etwas wirklich lernen zu wollen?

Absolut. Academic Work macht bei der Auswahl der Teilnehmer echt einen guten Job. Im Vergleich zu den Kursen, die ich an der Uni halte, will hier jeder im Team vorwärtskommen. Ein gutes Beispiel: Ich biete meist Zusatzinhalte an, wie einen Crashkurs im Bauen einer App. In der Java Klasse, die ich gerade gebe, sind die meisten dabei. Selbst nach einem zwölf Stunden Tag voller neuer Themen haben sie nicht genug und wollen noch weiter lernen.

In 12 Wochen und 500 Programmierstunden einen neuen Beruf zu erlernen, klingt sehr ambitioniert. Wie stellst du in deinen Kursen sicher, dass alle am Ende auch Programmieren können?

Der moderne Ansatz der Erwachsenenpädagogik, der bei Academy gelebt wird, macht sehr viel aus. Die Teilnehmer können sich schnell und nachhaltig sehr viel Wissen aneignen – wie bei Übungen, die durch die Teilnehmer selbst gelöst werden müssen. Auch halten die Trainer keine Monologe – also maximal 15 bis 20 Minuten Redezeit bis wieder in einen aktiven Part geleitet wird. Das ist „Learning by doing“ und „Peer-to-Peer“ Learning. Sprich, immer zwei erklären sich die Inhalte und beweisen so, dass sie es verstanden haben. Gleichzeitig verstärken sie das Wissen wiederrum.

Wie profitieren die Teilnehmer von diesem pädagogischen Modell?

Zum einen lernt man auf Augenhöhe besser. Wenn zwei Erwachsene sich komplexe Sachverhalte erklären, ist das einfacher. Zu anderen geht es dabei weniger um die klassische Vermittlung von Fachwissen. Vielmehr geht es um die Vermittlung der Fähigkeit, sich immer wieder in neue Sachverhalte einarbeiten zu können. Ganz nach dem Academy Motto des „Lebenslangen Lernens“ und dem „Growth Mindset“. Letztere ist bei so einem intensiven Programm besonders wichtig und essentiell.

KI, Smart Home, IoT – die IT-Welt wird vielfältiger. Sind die Absolventen fit für die digitalen Trends der Zukunft?

Absolut. Denn die Teilnehmer lernen kein statisches Wissen auswendig. Sondern sie erfahren anhand von zahlreichen Praxisbeispielen, wie sie sich Wissen aneignen können. Wichtig ist reflektiertes und lösungsorientiertes Denken, statt Befehle auswendig zu lernen. Bei dem Curriculum der aktuellen Java Klasse sind die Absolventen nicht darauf begrenzt, nur im Java-Umfeld zu arbeiten. Durch die grundlegenden Konzepte, die wir vermitteln, sind auch Einstiege in Python, JavaScript, usw. denkbar. Besonders interessant bei Absolventen der Academy ist: dass sie meistens bereits Berufserfahrung aus anderen Branchen mitbringen, die für zukünftige Arbeitgeber eventuell besonders interessant ist. Beispielsweise ist es oft schwieriger, Menschen mit einem IT-Hintergrund das fachliche Wissen beizubringen als jemandem mit sehr viel Branchen-Knowhow. Auch ein Einsatz der Absolventen in Innovation Labs von Unternehmen ist absolut denkbar.  

Welchen Tipp kannst du IT-Einsteigern geben?

Ein klares Ziel definieren. Besser für den Anfang ist ein kleines eigenes Projekt, bei dem schnell der Erfolg sichtbar wird. Mein Tipp: die eigene Website in HTML oder CSS erstellen. Das ist zwar noch kein „echtes“ Programmieren, aber gibt schon mal einen ersten Eindruck wie es sich anfühlt, selbst Code zu schreiben. Also „easy coding“ mit super motivierendem Effekt. Das Lernen im stillen Kämmerlein kann sehr schnell zu einer hohen Frustration führen und damit zu einem vorzeitigen Abbruch der Lernmission.

Besteht jeder Teilnehmer den Kurs?

Nein. Und das ist auch gut so. Denn die Programmierung ist kein Allheilmittel für jeden. Doch durch die gute Vorauswahl der Teilnehmer und das Checkpoint-System ist das sehr selten.

Was ist das Checkpoint-System?

Am Ende jeder Kurswoche werden mit Milestones das Wissen geprüft und daraufhin Punkte vergeben. Das hat den Vorteil, dass die Teilnehmer immer erkennen, wo sie stehen und so eine schnelle positive Rückmeldung erhalten oder Wissen nacharbeiten können.

Was war das schönste Feedback, das du erhalten hast?

Besonders toll war es, als ein Teilnehmer mir sagte, dass er sehr viel über sich selbst in dieser Zeit erfahren hat; fachlich, aber auch charakterlich gewachsen sei. Dazu muss man wissen, dass wir als Team sehr intensive Stunden miteinander verbringen. Diese sind prägend und wegweisend – auch für die persönlichen Eigenschaften egal in welchem Beruf.

Matthias Weber ist Inhaber des Beratungsunternehmens mwbsc GmbH mit dem Fokus auf „Unternehmenssoftware. Er ist Experte für die Bereiche Softwareentwicklung, Scrum, Projektmanagement und Enterprise Application Software (EAS). Bereits seit 2018 sind wir stolz darauf, mit Matthias Weber einen so erfahrenen Trainer für unsere Academy Bootcamps begeistern zu können.

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