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2020-02-06

2020-01-30

Deutschen Führungskräften fehlt es an Digitalkompetenz

Matthias Weber, unser AW Academy Trainer, hat es sich zur Aufgabe gemacht, den digitalen Wandel als Berater aktiv zu fördern. Denn immer wieder ist er schockiert, auf wie viele Bedenkenträger er noch in Unternehmen trifft. In seinem Gastbeitrag fordert er deshalb: Mehr Digitalkompetenz für alle – auch für Manager.

"Wie bei allen Bildungsthemen kommt es auch bei der Digitalkompetenz auf die Eigenmotivation an." - Matthias Weber

Matthias Weber, unser AW Academy Trainer, hat es sich zur Aufgabe gemacht, den digitalen Wandel als Berater aktiv zu fördern. Denn immer wieder ist er schockiert, auf wie viele Bedenkenträger er noch in Unternehmen trifft. In seinem Gastbeitrag fordert er deshalb: Mehr Digitalkompetenz für alle – auch für Manager.

Dieser Gastbeitrag unseres Academy Head Teachers Matthias Weber ist eine Momentaufnahme Deutschlands zum Thema „digitale Transformation“. Er zeigt auf, warum viele Unternehmen und Branchen an frühere Erfolge im vernetzten Zeitalter nicht mehr anknüpfen können. Welche digitalen Stolpersteine sie ins Straucheln bringen und wie leicht diese aus dem Weg geräumt werden können:

Deutschland galt weltweit als das Land der Ingenieure und fundiert ausgebildeter Fachkräfte. Doch es scheint so, als hätten wir uns auf diesen Lorbeeren zu lange ausgeruht. Die Konsequenz ist nun, dass uns bei Themen wie „Internet of Things“ (kurz: IoT*), 5G oder Digitalprodukte andere Länder deutlich voraus sind. Um wieder zu alter Stärke zurückzukehren, braucht Deutschland „Digitalkompetenz“.

Es ist immer wieder erschreckend, wenn ich als IT-Berater mit Managern von Unternehmen spreche, für die das Internet noch Neuland ist. Wie sollen da die richtigen Entscheidungen für eine digitale Unternehmenszukunft getroffen werden? Meine Forderung an alle Führungskräfte lautet daher: Steigert eure Digitalkompetenz! Nur so werden aus Bedenkenträgern mutige Entscheider, die mit fundiertem Wissen den digitalen Wandel von Deutschland mitgestalten können.

Digitalwissen ist die beste Zukunftsinvestition

Schreiben, Lesen und auch Programmieren muss heute jeder beherrschen. Das ist die Basis, um die elektronische Datenverarbeitung zu verstehen. Sich digitales Wissen anzueignen und so seinen „Digital Value“ zu erhöhen, ist nicht schwer. Das Internet ist voll davon. Sogar für spezielle B2B-Themen gibt es bereits Blogs oder Online-Magazine. Wichtig ist jedoch die Erkenntnis – bei Managern wie Mitarbeitern –, den eigene „Digital Value“ steigern zu müssen und zwar kontinuierlich. Denn digitales Wissen verändert sich. Hier kommt es darauf an, sich Weiterbildungsangebote auszusuchen, die in das eigene (Arbeits-)Leben passen. Menschen, die bereits im Berufsleben stehen, brauchen entsprechende Angebote und auch unterstützt vom Arbeitgeber. Daher finde ich die Bootcamps von Academy so genial. Menschen können hier auf einem Bildungsweg neue Kompetenzen erlernen und  direkt in die digitale Berufswelt einsteigen. Gerne unterstütze ich deshalb solche Konzepte als Lehrer und gebe mein Know-how weiter.

Die „Buzzwords“ der nächsten IT-Dekade

Mit der Digitalisierung steigt der Wettbewerbsdruck. Die Lösung sind digitale Innovationen im Unternehmen zu integrieren. Das sind neue Technologien genauso wie neue Arbeitsmodelle und eben neue Kompetenzen. Noch investieren deutlich zu wenig Unternehmen in diese Bereiche, um wirklich die digitale Transformation zu meistern.  Gerade Unternehmenslenker sollten sich im Moment mit dem Thema Enterprise Application Software beschäftigen oder auch verstehen wie intelligente Automatisierung mit Software den Mitarbeiter entlastet und so zufriedener macht. Besonders das Thema Automatisierung ist dabei ein wichtiger Treiber für schnelle Innovation.  

Digitalkompetenz für alle Generationen

Ich träume von einer digitalen Gesellschaft, in der sich keiner abgehängt fühlt, sondern stark genug für die Zukunft ist. Deswegen müssen wir in die digitale Ausbildung aller Altersgruppen investieren. Bereits in den Schulen muss mit dem
Aufbau der Digitalkompetenz begonnen werden. Doch nur an die nächste Generation zu denken, können wir uns nicht leisten. Das wäre zu kurz gegriffen. Durch meine jahrelange Erfahrung als Unternehmensberater habe ich schon zahlreiche mittelständische Firmen dabei begleitet, die Digitalisierung als Chance zu nutzen. Um die richtige digitale Lösung, wie die passende Unternehmenssoftware, geht es dabei nur im ersten Schritt. Der zweite ist die nachhaltige Implementierung innerhalb der Organisation. Dabei begegnen mir erfahrende Top-Level-Entscheider genauso wie Spezialisten, die aus Unwissenheit oder Angst, vor der sich stark veränderten Geschäftswelt, ihre Fähigkeiten nicht mehr entfalten können. Da liegt viel Potenzial brach. So muss auch die derzeit voll im Berufsleben stehende Generation abgeholt werden, denn dies sind die Entscheider von heute!

Lasst uns zusammen gestalten!

Wie bei allen Bildungsthemen kommt es auch bei der Digitalkompetenz auf die Eigenmotivation an. Um wirklich langfristig und nachhaltig am Ball zu bleiben und sich regelmäßig weiterzubilden, ist neben der Motivation das Interesse wichtig. Wer erst einmal verstanden hat, wie spannend und kreativ zum Beispiel die Programmierung ist, der lernt ganz von alleine weiter. Das sehe ich beispielsweise immer bei den Bootcamps. Wer die überstehen will, braucht eine starke Eigenmotivation – und da sind wir alle noch im Team zusammen. Das erleichtert viel. Diese Motivation und das Eigeninteresse braucht man aber auch, wenn man selbst seine Digitalkompetenz erweitern möchte. Doch wer wirklich will, kann es schaffen. Daran glaube ich fest.

Mein Aufruf an alle: Lasst uns gemeinsam die digitale Zukunft von Deutschland aktiv mitgestalten! Wir brauchen jeden.

Matthias Weber ist Inhaber des Beratungsunternehmens mwbsc GmbH mit dem Fokus auf „Unternehmenssoftware. Er ist Experte für die Bereiche Softwareentwicklung, Scrum, Projektmanagement und Enterprise Application Software (EAS). Bereits seit 2018 sind wir stolz darauf, mit Matthias Weber einen so erfahrenen Trainer für unsere Academy Bootcamps begeistern zu können.

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