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2020-02-18

2020-02-18

Change to Success

Ein Großteil aller Veränderungsprozesse scheitert, obwohl Ratgeber wie Fachliteratur vor Anleitungen schier überquellen. Denn vielfach wird ein entscheidender Faktor vernachlässigt: das Lernen.

"Damit eine gewünschte Veränderung auch nachhaltig zu einer Leistungsverbesserung führt, empfehlen wir deshalb, den Fokus zuerst auf den Mitarbeiter zu legen."

Ein Großteil aller Veränderungsprozesse scheitert, obwohl Ratgeber wie Fachliteratur vor Anleitungen schier überquellen. Denn vielfach wird ein entscheidender Faktor vernachlässigt: das Lernen.

Den meisten Change-Prozessen geht ein Change-Moment voraus. Das ist ein Schlüsselmoment im Leben, wie ein persönliches Erlebnis in Form einer Krankheit oder neuen Beziehung oder – im Falle von Karoline Kepper – ein beruflicher Anlass. Beides kann der Auslöser für eine Veränderung sein.

Kepper ist Kommunikationsexpertin für Transformation im Bereich Informationstechnologie wie New Work, eine moderne, flexible Form des Arbeitens. In dem Podcast WasHeldenTun spricht sie über ihren Schlüsselmoment und wie Menschen ihre Potenziale entfalten können. Doch das gelingt den wenigsten alleine. Da es schwerfällt, die eigenen Stärken und Schwächen neutral einzuschätzen. Helfen kann dabei die Unterstützung eines kompetenten externen Partners. Gemeinsam lassen sich neue Potenziale schneller erkennen und die Weiterentwicklung durch beispielsweise gezielte Qualifizierungsmaßnahmen verwirklichen.  

Besonders durch die stringente Technologisierung unseres Lebens gewinnen Bereiche wie Künstliche Intelligenz oder Machine Learning zunehmend an Bedeutung. Doch als Konkurrenten brauchen diese nicht gesehen werden. Denn das Gehirn des Menschen ist ein „einmaliges Wunderwerk“, so weiß auch die Change-Expertin Kepper. Wer sich also beständig durch das Lernen weiterentwickelt, hat große Chancen, seine Potenziale zu entfalten und so Gestalter, statt Zuschauer der Digitalisierung zu sein.

Der Startschuss für Karoline Kepper war ihr damaliger Chef. Er sah ein Potenzial in ihr, was sie selbst nicht gesehen hat. Nach zehn Jahren in der Administration bot er ihr an, das IT-Help-Desk-Kompetenzcenter zu leiten. Ihre erste Aufgabe, MS-Office für 1.400 Mitarbeiter/innen einzuführen. Sie hätte sich das nicht zugetraut. Doch ihr damaliger Chef hat ihr eine Art „Probephase“ mit konstanter Lernbegleitung angeboten. Das war der Schlüssel für ihren heutigen Erfolg.

Konkurrenzfähig bleiben

Das Entscheidende, um diese Chance zu nutzen, ist es, die eigenen Talente zu kennen. Erst dann kann die volle Leistungsbereitschaft durch beispielsweise das Lernen neuer IT-Qualifikationen abgerufen werden. Denn jede Veränderung und damit die eigene Weiterentwicklung gelingt nur dem, der die eigenen Stärken und Schwächen kennt. Aktuell sind die Rahmenbedingungen dafür am Arbeitsmarkt, wie in Unternehmen so gut wie nie zuvor. Unter den Schlagworten „Industrie 4.0“, „IoT“ oder „Big Data“ wird in absehbarer Zeit in Organisationen kein Stein mehr auf dem anderen bleiben. Auf der einen Seite müssen damit neue Produktionsprozesse, Produkte sowie Services entwickelt und eingeführt werden. Auf der anderen Seite ändern sich die Bedingungen für die Arbeitskräfte. Für IT-Spezialisten sind das neben neuen Prozessen auch andere Einsatzgebiete und Aufgaben. Um konkurrenzfähig zu bleiben, stehen damit für jeden früher oder später Veränderungen an.  

Externe Experten

Bisher sind die wenigsten darauf eingestellt. Das erleben wir bei AW Academy fast täglich. Zudem scheitern die meisten beruflichen Transformationen. Laut einer Erhebung von McKinsey gelingen nur 30 Prozent aller Veränderungsprogramme. Denn Change-Prozesse sind schwierig. Menschen halten gerne an Altbewährtem fest. Unternehmen wie Einzelpersonen sind zudem durch das Tempo, mit dem sich Technologien und auch Märkte verändern, überfordert und verunsichert. Starre hierarchische Strukturen und träge Entscheidungswegen erschweren eine Weiterentwicklung zusätzlich. Deshalb haben wir bei AW Academy es uns zur Aufgabe gemacht, als externer Experte mit neutralem Blick, Potenziale in Mitarbeitern zu erkennen und Unternehmen mit frisch ausgebildeten IT-Spezialisten fit für die Zukunft zu machen.

Leistungen nachhaltig verbessern

Häufig wird ein Change-Prozess erst dann angedacht, wenn die bestehende Situation unbefriedigend ist. Meist geht also einer Veränderung eine Notlage voraus – wie ein angestrebter Jobwechsel oder ein neuer Wettbewerber am Markt. Mit einer Veränderung ist damit der Wunsch verbunden, nicht nur neue Potenzial zu entfalten, sondern auch auf neue externe Herausforderungen reagieren zu können.  

Dabei können solche Prozesse unterschiedliche Ausmaße haben. Dietmar Vahs, Direktor für Change-Management und Innovation an der Hochschule Esslingen, spricht in diesem Zusammenhang von erster und zweiter Ordnung des Wandels. Die zweite Ordnung betrifft die radikalen Veränderungen. Diese sind sehr komplex und intensiv. Deshalb lösen sie bei den Betroffenen hohe Ängste aus. Das sollten besonders Personalmanager wissen. Denn egal welche Art des Wandels, betroffen ist immer unmittelbar der Mitarbeiter.

Fokus setzen

Damit eine gewünschte Veränderung auch nachhaltig zu einer Leistungsverbesserung führt, empfehlen wir deshalb, den Fokus zuerst auf den Mitarbeiter zu legen. Seine Bedürfnisse und Motive zu erfragen und Entwicklungsmöglichkeiten abzuleiten. Ebenso ist der Schlüssel für jede Art der Veränderung – ob aus einer Krise heraus, aufgrund von Mobilisierung oder Neuausrichtung sowie Erneuerung – das Lernen. Der Bedarf an lernenden, sprich sich ständig weiterentwickelnden und den Gegebenheiten neu anpassenden, Organisationen wie Mitarbeitern ist ungebrochen. Wenn nicht schon ganz oben, so gehört das Lernen durch die gezielte Qualifizierung der Mitarbeiter auf die Agenda jedes Personalmanagers.  

Jeder Lernprozess ist per se ein Veränderungsprozess, von dem der Mitarbeiter und damit letztlich auch das Unternehmen profitieren. Denn der Mitarbeiter fühlt sich wertgeschätzt und einbezogen. Und das ist die Basis für jede erfolgreiche Umstrukturierung. So gehen Mitarbeiter, die beispielsweise eine Qualifizierung zum Java-Entwickler oder IT-Manager absolviert haben, mit technologischen Veränderungsprozessen viel offener um. Sie sind zudem in der Lage, neue Entwicklungen voranzutreiben. Damit sind sie der ideale Startpunkt für das nächste – garantiert erfolgreiche – Change-Projekt.  

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