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2018-04-24

2018-04-24

"Academy ist kein Spaziergang und soll es auch gar nicht sein"

Unser IT-Consultant Nils Grashorn aus Deutschland berichtet über seine Ausbildung bei Academy in Schweden und seinen aktuelle Tätigkeit als IT-Consultant bei Collector Bank.

Unser IT-Consultant Nils Grashorn aus Deutschland berichtet über seine Ausbildung bei Academy in Schweden und seinen aktuelle Tätigkeit als IT-Consultant bei Collector Bank.

Was war Dein Weg zur Academy Nils?

Ich bin aufgewachsen auf dem platten Land in Norddeutschland, meine erste Station nach der Schule war ein Sozialdienst in Kopenhagen. Danach ging es nach Darmstadt für ein ganz klassisches Maschinenbaustudium. Nach dem Bachelor wollte ich ein Auslandsjahr einlegen und bin dafür nach Schweden gezogen, an der Technische Hochschule Chalmers in Göteborg belegte ich einige Kurse. Das Studieren dort gefiel mir sehr, ich besuchte spannende Seminare und beteiligte mich am regen Studentenleben. Aus einigen Kursen wurde so schnell ein ganzer Master mit dem Titel „nachhaltige Energiesysteme“.

Meine Masterarbeit bestand zu einem großen Teil aus dem Simulieren eines Energiesystems und damit musste ich mir eigene kleine Programme schreiben, um Gleichungssysteme zu formulieren und diese dann mit Daten zu füttern. Ich merkte wie mich das Grübeln über die richtigen Befehle und Strukturen in den Bann zog wie kaum etwas anderes vorher. Und ich wollte möglichst viel von diesem Gefühl in meinem Berufsleben spüren.

Da kam Academy dann gerade Recht mit dem Versprechen in kurzer Zeit Programmieren zu lernen. Ich wurde für den C#-Kurs in Stockholm angenommen mit Aussicht auf eine Festanstellung in der IT-Branche. Nach der Ausbildung wurde ich an eine Digitalbank vermittelt und wurde dort nach einem Jahr direkt angestellt.

 

Warum bist Du bei Academy eingestiegen?

Academy passte wunderbar zu mir und meinen Wünschen, weil ich eine starke Faszination für das Programmieren entwickelt hatte, ich mich vorher in meinem Leben aber auf einen anderen Weg begeben hatte und es damit nicht so leicht war, die Bahn zu wechseln.

Ein „perfekter“, gewöhnlicher Lebenslauf sieht so aus, dass man nach der Schule etwas lernt oder studiert, dann in den passenden Beruf einsteigt und dann in kleinen Schritten sich weiterentwickelt. Wenn man merkt, dass man sich falsch entschieden hat, ist es sehr schwer noch einmal von vorne anzufangen. Es kann auch passieren, dass man mit anderen Kenntnissen einen großen Sprung in der Karriere machen könnte. Oder man will einfach etwas Neues ausprobieren.

Academy öffnet diese Wege mit einer kurzen, intensiven Ausbildung.

 

Was sind aus Deiner Sicht die Vorteile von Academy?

Die Ausbildung ist sehr praktisch angelegt und man bekommt das vermittelt, was man später im Job tatsächlich braucht. Mit Academy kann man als Junior-Entwickler in einem Unternehmen beginnen – und das nach einem Bruchteil der Zeit, die man normalerweise in ein Studium stecken muss. Dazu lernt man mit den modernsten Werkzeugen und Techniken.

 

Ganz ehrlich: Wie war die Zeit bei Academy bei Dir?

Academy ist kein Spaziergang und soll es auch gar nicht sein. In den ersten Tagen und Wochen war es sehr anstrengend, es ist schließlich eine Menge Stoff, der in den Kopf hinein soll. Für mich fühlte es sich an wie das Lernen für eine Klausur, nur dass ich diese Energie über einen längeren Zeitraum aufrecht erhalten musste. Mit der Zeit gewöhnte ich mich aber an das Tempo und die Intensität. Mir gefiel, dass in schnellem Tempo immer neue Konzepte hinzukamen und dass man kaum etwas vergisst, weil alles aufeinander aufbaut und man ständig das Gelernte trainiert. Weil das Lernen so intensiv war, merkte ich viel deutlicher wie ich mit dem Programmieren vorankam und immer komplexere Programme schreiben konnte.

 

Was ist seit dem Ende des Programms bei Dir passiert?

Nachdem ich den Academy-Kurs abgeschlossen hatte, zog ich zurück nach Göteborg und wartete dort bei Academic Work auf meinen ersten Auftrag. Das ging eigentlich recht schnell, nach einigen Tagen hatte ich mein erstes Interview und nach einer weiteren Runde war klar, dass ich bei Collector anfangen würde, einer Internetbank. Seitdem arbeite ich dort in einem Team, das Programme schreibt, die von mehreren anderen Teams in unterschiedlichen Produkten genutzt werden können, zum Beispiel wenn es um Authentisierung geht.

 

Wie gefällt Dir Deine aktuelle Tätigkeit als IT-Consultant bei Collector?

Mein neuer Job fühlte sich in der ersten Zeit recht ähnlich zum Academy-Kurs an. Es gab eine Menge zu lernen und ich war sehr engagiert, so viel wie möglich in mich aufzunehmen. Dabei zahlte sich aus, dass ich mich an das hohe Lerntempo im Academy-Kurs gewöhnt hatte, denn eigentlich ging es danach nahtlos weiter.

Ich traf manchmal auf eine gewisse Skepsis, nicht alle erfahreneren Programmierer glaubten daran, dass man mit einem Zwölf-Wochen-Kurs ähnlich weit kommen konnte wie mit einem „richtigen“ Studium. Auf der anderen Seite spürte ich aber auch eine Menge Vertrauen und bekam schnell mein erstes eigenes Projekt, das nach einigen Monaten fertig war und in die Realität entlassen wurde.

 

Welche Vorteile siehst Du hinsichtlich Network bei Academy?

Die meisten Academy-Absolventen arbeiten in Stockholm, ein paar von uns haben aber in Göteborg angefangen. Wir treffen uns ab und zu und tauschen uns über unsere Erfahrungen aus und geben einander Tipps. Inzwischen gibt es auch einen Programmiertreff einmal im Monat, bei dem einige Academy-Alumni dabei sind, der aber offen für alle ist. Dort bekommt man Inspiration und kann eigene Projekte diskutieren.

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Nils Grashorn

Nils Grashorn

Nils Neugier und Interesse an Menschen und anderen Kulturen haben ihn dazu gebracht, in mehreren Ländern zu leben und mehrere Sprachen zu lernen. Nach seinem Maschinenbauabschluss zog Nils nach Schweden, um an der Chalmers University of Technology einen Master of Sustainable Energy Systems zu erwerben. Während seiner Ausbildung interessierte er sich mehr und mehr für das Programmieren. In Academy sieht er die Möglichkeit, in seiner neuen Leidenschaft vertieftes Wissen zu erwerben und selbst in der Programmiersprache fließend zu werden.